Porto Cristo: Höhlen der Superlative und Freizeitmöglichkeiten en masse

Porto Cristo

Porto Cristo ist ein in die Jahre gekommener Ferienort an der Ostküste von Mallorca, der dennoch nichts von seinem Charme eingebüßt hat. Durch die Steilküste gekennzeichnete Buchten, Höhlen von hohem Seltenheitswert und traditionelle Volksfeste verleihen dem in deutscher Sprache übersetzten ‚Christushafen’ seine Besonderheit. Zudem ist es das Zusammenspiel aus historischen Relikten sowie dem dennoch historischem Ambiente, das Porto Cristo (auch: Es Port oder Port de Manacor) zur Einzigartigkeit verhilft.

Bereits die Römer nutzten Porto Cristo als Rückzugsort

Funde im Hafenbecken verwiesen auf die Existenz einer römischen Kultur im heutigen Porto Cristo. Als 1909 die Überreste einer Basilika ausgegraben wurden, entdeckten Forscher beispielsweise ein Taufbecken aus dem 5. Jahrhundert. Seine Bezeichnung hat der Ort vermutlich einem Seemann zu verdanken, der um 1260 in Seenot geraten war. Da er an diesem Ort errettet wurde, hinterließ der Seefahrer ein Kruzifix. An die Gründung der Ortschaft war zu dieser Zeit noch nicht zu denken. Bis zum Gründungsjahr 1888 diente die Region einzig als Schutzhafen für Fischer aus Manacor. Da maurische Piraten und Seeräuber hiesige Küsten immer wieder angriffen und überfielen, wurde 1577 nahe der Einfahrt in die Bucht der Signal- und Wachturm Torre del Serral dels Falcons erbaut. Republikanische Truppen zerstörten den Turm während des spanischen Bürgerkriegs. Aber heute ist der Bau wieder restauriert und steht zur Besichtigung offen. Porto Cristo war als einer von wenigen mallorquinischen Orten in den Bürgerkrieg einbezogen. Allerdings wurde ein Vorstoß im August und September 1936 durch nationalistische Truppen sowie italienische Verbündete zurückgeschlagen. Um den Ortskern nach dem Rückbau der über den Torrent d’es Riuet verlaufenden Hochbrücke zu entlasten, wurde 2012 eine neue Umgehungsstraße eingeweiht.

Die Herberge des größten unterirdischen Sees aus Europa

Porto Cristo - Cuevas del Drac

Von der im Jahr 1909 entdeckten Baptisteri Basilica Sa Carrotja ist heute nur noch das Taufbecken aus dem 5. Jahrhundert erhalten. Der 1577 erbaute geschichtsträchtige Signal- und Wachturm Torre del Serral dels Falcons ist dank seiner prädestinierten Lage an der Hafeneinfahrt des Städtchens eines der bekanntesten Wahrzeichen von Porto Cristo. Eine unbeschreibliche Faszination üben die Drachenhöhlen Cuevas del Drac aus, deren Eingang in der Nähe der Straße Avinguda d’en Joan Servera Camps zu finden ist. In diesem sich über 1.700 Meter erstreckenden Tropfsteinhöhlensystem ist mit dem Llac Martel der größte unterirdische See aus Europa verborgen. Ein einmaliges Erlebnis sind die Konzerte auf dem See, bei dem sich Musiker auf einzelnen Booten durch die Grotte bewegen. Etwa einen Kilometer westlich von Porto Cristo sind zudem die Angelhakenhöhlen zu Hause, dessen Höhlensystem äußerst verästelt ist und in dem ebenfalls ein unterirdischer See zu finden ist. Die natürlichen ‚weißen Höhlen’ sind an der östlichen Seite der Cala Manacor gelegen und beherbergen heute Relikte aus der Zeit des Talaiotikums. Die bekannteste Kirche der Stadt ist die Església Mare de Déu del Carme. Die Ortskirche vom Plaça del Carme ist der Schutzherrin der Seefahrer und Fischer Mare de Déu del Carme geweiht. Diese im neuromanischen Stil errichtete Basilika wurde von 1916 bis 1922 errichtet sowie von 1957 bis 1964 mit der Apsis sowie einem Glockenturm erweitert.

Volksfeste, die Alt und Jung begeistern

Den Facettenreichtum dieses Städtchens betonen ebenfalls die Feste, die alljährlich in Porto Cristo stattfinden. Das Fest Sant Antoni wird am 16. sowie 17. Januar jedes Jahres zu Ehren des Heiligen Antonius gefeiert. Eine Feuernacht sowie der ‚Tanz der Teufel’ sind typische Feierlichkeiten am 16. Januar. Der 17. Januar steht ganz im Zeichen eines Umzugs sowie der Tiersegnung. Das Festa de Mare de Déu del Carme wird in jedem Jahr am 16. Juli zu Ehren der Schutzpatronin der Fischer begangen. Ein Feuerwerk, ein an der Promenade stattfindender Nachtmarkt sowie die Fischerboote-Prozession auf See sind typische Ereignisse dieser Festivität.

Shoppen auf dem Wochenmarkt und Segeln auf dem Mittelmeer

Der Auswahl an Freizeitmöglichkeiten sind in Porto Cristo nur wenige Grenzen gesetzt. An jedem Sonntag sind Sparfüchse dazu eingeladen, dem Wochenmarkt am Passeig de la Sirena einen Besuch abzustatten. An der östlichen Seite des Hafenbeckens hat sich der Club Nautic de Porto Cristo längst als Hotspot für Wassersportler etabliert. Der Yachthafen bietet Seglern die Möglichkeit, mit dem eigenen oder geliehenen Segelboot in Porto Cristo anzulegen. Zudem ist der gegenüber dem Yachthafen gelegene etwa 310 Meter lange Strand einen Besuch wert. Dieses zwischen der Passeig de la Sirena sowie dem Plaça Costa d’en Bau gelegene Küstengebiet ist über Treppen der höher gelegenen Straße erreichbar. Der mit der Blauen Flagge ausgezeichnete Strand bietet die Möglichkeit, sich im Wasser des Mittelmeers zu erfrischen oder die Unterwasserwelt auf Schnorchelgängen zu erkunden.

Kultur- und Naturliebhaber werden diesen Ort lieben

Diese und weitere Facetten entdecken Urlauber in einer mallorquinischen Region, die Autofahrer aus westlicher Richtung über die MA-4020 ab Manacor sowie aus südlicher Richtung ab Calas de Mallorca über die MA-4014 erreichen. Vom Norden aus Son Corrió sollte sich Reisende für eine Fahrt auf der MA-4024 sowie von Cala Millor für die MA-4023 entscheiden. Da Porto Cristo an das Bussystem angeschlossen ist, verkehren ab dem Plaça de España in Palma regelmäßig Busse in die Ferienregion – eine Ferienregion, die besonders häufig das Interesse von Urlaubern mittleren Alters oder Kultur- und Naturliebhabern weckt.

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